
Anreise
Wenn ihr euren Urlaub in Kissamos verbringen möchtet, empfehle ich euch, Flüge nach Chania zu buchen. Diese sind zwar häufig etwas teurer und die Anzahl der Angebote ist begrenzt, aber ihr spart euch dafür eine lange Transferzeit von Heraklion.
Anreise mit dem Bus
| Anreise aus | Dauer | Preis |
|---|---|---|
| Chania | 60 Minuten | 5,10 € |
| (Stand: 2025) |
Die Zeiten und Preise beziehen sich auf den zentralen Busbahnhof. Wenn ihr am Flughafen startet, müsst ihr einen Umstieg mit einplanen. Es kommt eine Fahrzeit von 25 Minuten und ein Ticket für 2,50 € hinzu.
Anreise mit dem Mietwagen
| Anreise aus | Dauer | Entfernung |
|---|---|---|
| Chania | 41 Min. | 39 km |
| Rethymno | 1 Std. 25 Min. | 95 km |
| Heraklion | 2 Std. 25 Min. | 175 km |
Rundgang durch Kissamos
Kissamos ist eine überschaubare Stadt im äußersten Westen Kretas, eingebettet zwischen den Halbinseln Rodopou und Gramvousa. Kissamos eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für die Erkundung der westlichen Seite der Insel, z. B. die Lagune von Balos, Falasarna oder Elafonissi.
Platia Stratigou Tzanakaki
Hier scheint die Zeit still zu stehen. In diesem kleinen Städtchen verläuft das Leben entspannt und stressfrei. Ab 18 Uhr werden die Zufahrten zu dem Dorfplatz für Autos gesperrt, wer hier noch parkt muss bis zum nächsten Morgen warten.

Es werden die Tische der Tavernen auf die Straße gestellt und mit einer ausgelassenen Stimmung lässt sich der Abend hier in vollen Zügen genießen. Wenn ihr einen ruhigen Urlaubsort sucht, der dennoch gut erreichbar ist, seid ihr hier richtig.

Nach eurem ersten entspannten Abend in Kissamos habt ihr die Möglichkeit das Städtchen zu erkunden.
Kirche der Erzengel

Die Kirche der Erzengel wurde 1595 durch die Familien Dimitiou und Sossans gebaut. Während der türkischen Besatzung diente die Kirche als Lebensmittelgeschäft. 1906 wurde sie schließlich restauriert und griechisch orthodox geweiht.
Archälogisches Museum

Das heutige archäologische Museum war früher der Verwaltungssitz der Venezianer und später der Osmanen. Im Erdgeschoss sind aus Falassarana stammende minoische Funde sowie entdeckte Objekte von der geometrischen bis zur hellenistischen Epoche und römische Relikte ausgestellt. Im oberen Stockwerk werden die Funde aus Kissamos präsentiert, darunter beispielsweise die Mosaikböden aus römischer Zeit.
Kirche St. Spyridion

An dieser Stelle befand sich früher eine kleinere Kirche, die während der türkischen Besetzung in einen Schafstall umfunktioniert wurde. Der damalige Priester setzte sich gewaltsam dagegen zur Wehr. Durch die Initiative des damaligen Bischofs, unterstützt vom Bürgermeister und den Einwohnern, wurde die geschändete Kirche abgerissen um Platz für die heutige Kirche zu machen.
Sandstrand Mavros Molos

Der Strand befindet sich im westlichen Abschnitt und ist über die Strandpromenade erreichbar. In der Antike soll hier der Hafen der Stadt Polirrinia gelegen haben, heute befindet sich hier eine schöne Badebucht. Hier gibt es mehrere Bars und Tavernen sowie Strandliegen. Im Allgemeinen ist es sehr ruhig. Wer es noch ruhiger mag, sollte sich im vorderen Bereich des Strandes aufhalten, hier stehen Strandliegen des Hotels zur Vermietung bereit. Der Strand der kompletten Bucht ist größtenteils sandig und das Wasser flach abfallend, teilweise jedoch etwas steinig.
Falasarna (Phalasarna)

Falasarna liegt an der Westküste Kretas. Einer der Strände wurde als der beste Strand Kretas und als einer der zehn besten in Europa ausgezeichnet. Was erwartet uns in Falasarna? Strände, um genau zu sein fünf Stück, Ausblicke auf das Meer, die bis zum Horizont reichen und eine kleine Kapelle sowie die Ruinen eines antiken Hafens. Wir haben Falasarna mit einer kleinen Wanderung von knapp 8 km erkundet.

Wir folgen der Straße nach Norden, raus aus dem Dorf und blicken zu unserer Linken über das Meer bis zum Horizont. Durch die feinen Sandstrände und das klare Wasser strahlt das Meer in einem perfekten Blauton. Die Straße verwandelt sich in einen breiten Schotterweg, wo uns bereits die ersten freilaufenden Ziegen begegnen. Wir wandern vorbei an Olivenbaumplantagen, mit Blick auf die Berge auf der einen Seite und das Meer auf der anderen.

Nach einer Weile erreichen wir eine Ausgrabungsstätte, die komplett eingezäunt ist. Der Eintritt soll kostenlos sein, aber leider ist die Städte dienstags geschlossen (Stand: 2025). Falasarna war einst eine Hafenstadt und der antike Hafen soll sich hier befunden haben. Im Jahr 365 n. Chr. entstand durch ein Erdbeben eine Landzunge, so wurde die Stadt vom Meer getrennt.
Direkt hinter der Ausgrabungstädte entdecken wir die Kapelle Agios Georgios. Es handelt sich um eine kleine, schlichte orthodoxe Kapelle. Hier ist es menschenleer und vollkommen ruhig. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf das Meer, die benachbarte Ausgrabungsstätte und die Berge, wo man Ziegen beim Klettern beobachten kann. Für uns ist das der perfekte Ort, um eine Weile im Schatten zu sitzen und die Ruhe und den Ausblick zu genießen.

Ehrgeizige und wandererprobte führt die Tour weiter über die Berge zur Lagune von Balos. Man hat die Möglichkeit, denselben Weg zurück nach Falasarna zu nehmen oder in Richtung Kissamos weiterzuwandern. Diese Tour wird in diversen Wanderführern als schwer eingestuft.
Wir gehen nicht weiter Richtung Balos sondern zunächst denselben Weg zurück, entdecken jedoch bald kleine Trampelpfade, die uns über Stock und Stein und anschließend über sandige Dünen in Richtung Meer führen.

Am Meer angekommen, stoßen wir zunächst auf abgelegene, menschenleere Buchten. Hier gibt es nichts außer dem Rauschen der Wellen. Der einzige Nachteil ist, dass die Buchten steinig sind, so dass Badeschuhe von Vorteil sind. Aber keine Sorge, wer Sandstrände bevorzugt, Falasarna mit seinen bewirtschafteten Stränden ist nicht mehr weit entfernt.

Da es keinen Schatten gibt, führt uns unser Weg zunächst weiter zu den Sandstränden, wo es überall schattenspende Bäume gibt. Wir haben einen schönen Platz am Baby Beach gefunden. Alternativ kann man sich auch Sonnenliegen mit einem Sonnenschirm mieten. Am Ende war es am Baby Beach so angenehm ruhig, dass wir länger geblieben sind als erwartet.
Nach der etwas längeren Pause setzen wir unseren Weg am Meer fort. Um zum Small Beach zu gelangen, müssen wir ein kleines Felsplateau umgehen. Es gibt mehrere sandige Pfade, die über dieses Plateau führen. Am Small Beach haben wir den Strandbereich hinter uns gelassen und sind das letzte Stück entlang der Straße gelaufen.
weitere Ziele
die Lagune von Balos – karibischer Flair auf Kreta.
Chania – die zweitgrößte Stadt Kretas lädt zum Sightseeing und Bummeln ein.
Paleochora – von Wasser umgeben auf einer Halbinsel im Südwesten Kretas gelegen.
Du bist auf der Suche nach weiteren Zielen? Kein Problem, direkt unter dem Beitrag findest zu weitere Vorschläge.
Unterkunft und Tavernen
Kissamos, Anastasia’s House

Das Apartment befindet sich in einer ruhigen Lage in einer kleinen Gasse nur für Fußgänger. Der Gastgeberin ist sehr daran gelegen, dass man sich wohlfühlt und hat jede Menge Tipps für die Umgebung (Stand: 2025).
Kissamos, Castello Taverna
Hier gibt es eine große Auswahl an typischen griechischen Gerichten, gegrillte Speisen, Salate und zahlreiche Vorspeisen. Die Taverne befindet sich in einer kleinen Fußgängerzone, aufgrund der autofreien Zone am Abend werden die Tische auf die Straße gestellt (Stand: 2025).
Kissamos, Canteen Giannis
Hier findet man eine sehr übersichtliche Karte. Ihr habt die Auswahl aus vier verschiedenen Kalamakia (Fleischspieße), die auf einem Holzkohlegrill zubereitet und mit geröstetem Brot serviert werden. Dazu kann noch griechischer Salat, Tzatziki und Pommes bestellt werden. Ein kleiner und schlichter Imbiss mit viel Charme (Stand: 2025).









