Inselhopping für Einsteiger:
Kos – Leros – Kos

Einsteigerfreundlich, entspannt und voller Überraschungen: die Route Kos-Leros-Kos ist die perfekte erste Erfahrung fürs Inselhopping in den Dodekanese.
Warum die Dodekanese? Weil die Inseln relativ nah beieinander liegen, die Fähren zuverlässig sind und es eine schöne Mischung aus belebten Orten und ruhigen Buchten gibt. Unsere Route von Kos nach Leros und zurück klingt simpel und das war sie auch. Trotzdem war die Planung am Anfang überwältigend.
Ist die Planung zu umfangreich?
Das Planungsmonster schlägt zu:
Als erstes erwartet mich die typische Lawine an Aufgaben, Flüge nach Kos finden, eine Unterkunft in Kos Stadt buchen, dann eine Bleibe auf Leros organisieren und zuletzt noch einmal eine Unterkunft auf Kos, dieses Mal in Mastichari– plus die große Unbekannte: die Fähre. Wie häufig fährt sie? Muss ich Tickets im Voraus kaufen? Wo legt sie am Hafen ab?
Ich musste mir anfangs eingestehen, dass ich insgeheim daran dachte, wie schön es damals war, wenn man einfach über einen Veranstalter gebucht hat – eine einzige Buchung und der komplette Urlaub war fertig. Der erste Eindruck war: zu viele Schritte, zu viele Fragen. Ich wollte am liebsten die Augen zu machen und hoffen, dass sich alles von allein regelt.
Das Planungsmonster schrumpft:
Dann fing ich einfach an – Schritt für Schritt. Zuerst den Flug, denn das war der Fixpunkt. Kos hat einen gut angebundenen Flughafen und wenn der Flug steht, lässt sich der Rest drumherum sinnvoll planen. Als nächstes die Unterkünfte. Ich habe bewusst zwei verschiedene Orte auf Kos gewählt, Kos Stadt als Startpunkt und Mastichari als entspanntes Ende. Dazwischen Leros – weniger touristisch, dafür ursprünglich und ideal zum Entspannen.
Und die Fähre? Tatsächlich war das die einfachste Aufgabe. Die Verbindung zwischen Kos und Leros sind überschaubar und doch gibt es fast täglich Überfahrten. In wenigen Minuten war dann auch die Fährfahrt online gebucht.
Unser Reiseverlauf
Insgesamt hatten wir zwei Wochen Urlaub, aber für das erste Inselhopping haben wir bewusst nur eine zusätzliche Insel eingeplant, da wir erstmal schauen wollten, ob uns Inselhopping überhaupt gefällt.
| Anreise Kos | |
| Tage 1 – 2 | Aufenthalt in Kos Stadt |
| Tag 3 | Anreise Leros |
| Tage 4 – 9 | Aufenthalt auf Leros |
| Tag 10 | Anreise Mastichari |
| Tage 11 – 13 | Aufenthalt in Mastichari |
| Tag 14 | Heimflug |
Kos Stadt
Wir landen sonntags auf Kos, verlassen den Flughafen und kurz darauf fährt der Bus Richtung Stadt – eine super praktische Verbindung. In der Stadt angekommen, konnten wir bei einem kühlen Getränk in einer der Bars am Eleftherias-Platz in Ruhe ankommen. Die griechische Gelassenheit sprang direkt auf uns über. Weiter ging es in unsere Unterkunft und anschließend zum lang ersehnten Baden im Meer und entspannen am Strand. Am Abend hätten wir schwören können dass wir schon mehrere Tage auf der Insel sind. Definitiv: wir sind gut angekommen.

Die nächsten zwei Tage haben wir es ruhig angehen lassen: wir sind gemütlich durch die Altstadt geschlendert und haben einen Tag am Strand in Lambi verbracht. Wer Kos noch nicht so gut kennt, hat in dieser Zeit die Gelegenheit die Stadt und die Umgebung zu entdecken – für mehr Tipps schau gerne in meinen Beitrag über Kos Stadt.
Leros
Am Mittwoch morgen laufen wir gemütlich zum Hafen. Die Fähren zu den Inseln legen auf der rechten Seite des Mandraki Hafens ab. Wir haben uns für die Überfahrt mit Dodekanisos seaways entschieden – pünktlich abfahrend, so dass wir knapp anderthalb Stunden später in Agia Marina auf Leros anlegen. Wie praktisch, unsere Unterkunft liegt im gleichen Ort, nur ein kurzer Fußweg entfernt.

Eine Woche auf Leros ist perfekt, um die Insel in Ruhe zu erkunden. Wir hatten drei Tage E-Bikes gemietet, damit erreichten wir unkompliziert Spots wie die Krabben Kirche – Panagia Kavouradena, die Stegkapelle Agios Isidoros oder Orte wie Alinda. Auf unseren Touren gab es immer wieder Ausblicke auf das Meer und die Insel – einfach zum Anhalten und staunen. Wer keinen Mietwagen haben möchte, kann Leros gut mit dem örtlichen Bus erkunden, dieser verkehrt mehrmals täglich zwischen Xirokampos und Blefouti – für mehr Tipps schau gerne in meinen Beitrag über Leros.
Mastichari
Nach einer Woche nehmen wir am Mittwoch die Fähre zurück nach Kos. Kleiner Planungsfehler: wir nahmen die Fähre bis zum Mandraki Hafen von Kos Stadt, schließlich sind wir hier auch gestartet, aber unser Ziel ist das ruhige Mastichari. Also sind wir vom Anleger durch die Altstadt zur Haltestelle der Überlandbusse gelaufen und dann noch eine halbe Stunde mit dem Bus nach Mastichari gefahren – hat funktioniert, aber war unnötig umständlich. Schlauer wäre gewesen, die Fähre bereits auf Kalymnos zu verlassen und mit einer der Fähren direkt nach Mastichari überzusetzen – beim nächsten Mal wissen wir es besser.

Unsere letzten Tage verbringen wir in Mastichari, unser Lieblingsort auf Kos. Tagsüber faulenzen wir am Strand und abends lassen wir den Tag in einer der Tavernen bei gutem Essen ausklingen. Für uns ein perfekter Urlaubsabschluss. Wer noch Lust auf mehr Entdeckung hat, schaut gerne in meinen Beitrag Mastichari und Umgebung.
Unser Fazit zum Inselhopping Kos – Leros – Kos
Was am Anfang wie ein Planungsmonster wirkte, war am Ende eine einfach abzuarbeitende To-Do-Liste. Flug als Anker, zwei gemütliche Aufenthalte auf Kos, ein entspannter Zwischenstopp auf Leros und eine Fähre, die die Inseln verbindet – mehr braucht es nicht, um mit Inselhopping in den Dodekanese warm zu werden. Pack die Neugier ein, das Planungsmonster wird klein bleiben, sobald du loslegst.
Würden wir erneut einen Urlaub auf verschiedenen Inseln verbringen? Auf jeden Fall ja! Jede Insel hat ihren eigenen Charakter, daher fühlt es sich an wie Urlaub im Urlaub. Mit der richtigen Einstellung – der Weg ist das Ziel – werden auch Umzugstage zu schönen Urlaubstagen.
Bereits während des Urlaubs war klar, das war nicht unser letztes Inselhopping. Beim Warten auf den Rückflug haben wir schon darüber gegrübelt, welche Inseln beim nächsten mal dran sind – lasst euch überraschen!
Ich wünsche euch viel Spaß beim Planen eurer Reise (ja, es kann Spaß machen, beim zweiten Mal geht schon wesentlich leichter) und genießt die Zeit in Griechenland!






