Kos, Mastichari und Umgebung

Das Dorf Mastichari
Heute erkunden wir den kleinen Hafenort Mastichari, etwa 25 Kilometer nordwestlich von Kos-Stadt und nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt. Ihr könnt den Ort sowohl mit dem Bus als auch mit dem Mietwagen gut erreichen.
Wir beginnen am Hafen, dem zentralen Punkt nach der Ankunft mit dem Bus oder der Fähre von Kalymnos. Tatsächlich ist es hier ziemlich entspannt, man findet kaum Ausflugsboote oder private Yachten. Mehrmals am Tag legt die Fähre nach Kalymnos ab, perfekt für einen Tagesausflug. Morgens und nachmittags machen die Boote der „three island tour“ kurz Halt, ansonsten ist hier wenig Trubel. Rund um den Hafen haben sich ein paar Tavernen um Bars angesiedelt, auch hier geht’s ruhig und gemütlich zu – ganz wie im restlichen Ortskern.

Nah am Hafen beginnt die Strandpromenade. Dort gibt’s ebenfalls Tavernen, Bars und ein paar kleinere Unterkünfte. Der Strand ist lang und breit, bietet also viel Platz, Liegen und Sonnenschirme können gemietet werden, je nach Anbieter etwa 7 € pro Tag (Stand 2024). Im vorderen Strandbereich spenden noch Tamarisken Schatten, je weiter man geht desto dünenhafter wird es.

Die Promenade führt uns schließlich weiter zur Basilika Agios Ioannis. Die Basilika stammt aus der frühchristlichen Zeit und wurde im 5. bzw. 6. Jahrhundert n. Chr. erbaut.

Verlassen wir den Ort vom Hafen aus Richtung Osten, führt uns anschließend eine kurze Schotterpiste zum weniger bekannten Troulos Strand. Hier ist es sehr entspannt, ein paar Sonnenschirme mit Liegen gehören zu kleinen, direkt angrenzenden Taverne. Laute Musik gibt’s hier nicht – wir können das Meeresrauschen in Ruhe genießen. Die Karte der Taverne ist klein aber für jeden Geschmack ist etwas dabei, Tamarisken sorgen für wohlverdienten Schatten.

Folgen wir der Straße weiter nach Osten, kommen wir zu Tam Tam Beach Bar, auch hier werden Liegen mit Sonnenschirmen vermietet. Der Strand ist an dieser Stelle recht schmal, da von Jahr zu Jahr durch das Meer immer mehr Sand abgetragen wird. Zur Mittagszeit wird es hier etwas voller, wenn Gäste aus den umliegenden Hotels einen Abstecher in die Bar machen, ansonsten ist es hier meist sehr ruhig.

Alikes Salzsee
Wer schon im Dikeos Gebirge unterwegs war, z. B. im Bergdorf Zia, hat den weißen Fleck zwischen Tigaki und Marmari sicher schon gesehen: den Salzsee Alikes. Bis in die 1990er Jahre wurde hier Salz aus Meerwasser gewonnen, heute ist die Saline stillgelegt. Der Salzsee und seine unmittelbare Umgebung stehen unter Naturschutz und bieten Lebensraum für verschiedene Tiere. Im Frühling kann man mit etwas Glück sogar Flamingos sein.

Antimachia
Antimachia liegt im Hinterland der Insel in unmittelbarer Nähe zum Flughafen. Abgesehen von der Wartezeit am Flughafen verbringen die meisten Touristen hier nur wenig Zeit. Dabei lohnt sich ein Besuch des Dorfes und anschließend das Kastells auf jeden Fall.

Die Windmühle in Antimachia ist über 250 Jahre alt und liegt direkt im Dorfkern. Aufgrund ihres früheren Besitzers wird sie die „Mühle des Pfarrers“ (milos tou papa) genannt. Damals gab es hier 50 Windmühlen – heute stehen wir vor der letzten erhaltenen Mühle.
Direkt gegenüber befindet sich das traditional house. Es handelt sich um ein ehemaliges Bauernhaus, das vom Kulturverein renoviert und umgestaltet wurde. Hier kann man sehr authentisch nachvollziehen, wie Familien früher auf Kos gelebt haben. Besichtigt werden zwei Wohnräume, der Stall und ein Arbeitsraum. Eine sehr freundliche Frau führt durch das Haus und bringt den Besuchern mit viel Herzblut das frühere Leben näher.

Außerhalb des Dorfes befindet sich das Kastell von Antimachia auf einer Hochebene über Kardamena gelegen. Das Kastell wurde im 13. Jahrhundert von den Venezianern erbaut und zuletzt 1404 erweitert. Danach wurde die Festung von den Johannitern und später von den Türken besetzt. Die äußeren Burgmauern und der Eingangsbereich sind gut erhalten, im Inneren befinden sich mehrere Zisternen und zwei gut erhaltene Kirchen.

Wir haben uns zusätzlich zu einer kleinen Rundwanderung entschieden, diese starten wir an der Burg, alternativ kann man die Tour auch in Kardamena beginnen. Diese leichte Wanderung führt uns teils über gepflasterte Wege und teils über Feldwege. Sie verläuft auf einem Rundweg vom Kastell in Antimachia in Richtung Kardamena und zurück.
Wir beginnen links vor dem Kastell und gehen über einen staubigen Weg entlang eines deutlich erkennbaren, ausgetrockneten Flussbettes. Dabei durchqueren wir unberührte Natur und genießen immer wieder wunderschönen Ausblick auf das Meer und die Berge.

Inzwischen sind wir ein gutes Stück unterhalb der Burg angekommen und wissen bereits, dass uns später ein schöner Anstieg erwarten wird.
Unser Weg führt uns bis zu einem Friedhof, wo wir die Möglichkeit haben, die Runde zu verlassen und den Ort Kardamena zu besuchen. Andernfalls setzen wir unseren Weg vor, vorbei an einem Fußballplatz und einer Schule. Bald erreichen wir den Aufstieg zum Kastell, dem wir auf einem gut ausgebauten, gepflasterten Weg folgen der uns in Serpentin nach oben führt.

Tavernen und Unterkünfte
Mastichari, Light Blue Restaurant
Eine gemütliche Taverne direkt am Strand. Alle Gerichte sind hervorragend gewesen und man hat eine sehr große Auswahl an Vorspeisen. Je nach Jahreszeit kann man hier den Sonnenuntergang beobachten (Stand: 2021).
Mastichari, Harama
Gastfreundschaft wird hier groß geschrieben. Eine traditionelle Taverne direkt im Ort, mit einigen Platzen in einer kleinen Gasse. Besonders empfehlenswert sind die wechselnden Tagesgerichte (Stand: 2024).
Mastichari, Troulos Beach Bar
Eine kleine einfache Taverne am Strand, die Speisekarte ist klein gehalten, bietet aber für jeden etwas. In dem Außenbereich kann man unter den schattenspenden Bäumen sitzen und den Ausblick auf das Meer genießen (Stand: 2022).
Mastichari, Tam Tam
Eine Strandbar außerhalb des Dorfes Mastichari und sehr touristisch geprägt. Je nach Jahreszeit kann man hier den Sonnenuntergang beobachten (Stand: 2019).
Mastichari, Hotel Ilios and Irene
Ein kleines Hotel mit Apartments, herzlichen Gastgebern und einem super Frühstück. Die Unterkunft liegt am Ortsausgang in einer ruhigen Seitenstraße – ideal für erholsame Tage (Stand: 2023).

weitere Ziele
Kos Stadt – wo antike Spuren auf Inselalltag treffen.
Kefalos – eine Halbinsel mit vielen Stränden und tollen Weitblicken.
Mastichari ist der perfekte Ort für entspannte Strandtage, Inselerkundung und schöne Abende in Tavernen – ohne das Trubelniveau großer Touristenzentren. Viel Spaß beim Erkunden!








