Kos, Hauptstadt und Umgebung

Schiffe liegen im Hafen von Kos.
– kleine Boote im Mandraki Hafen –

Rundgang durch die Stadt

Heute erkunden wir die Inselhauptstadt, sie hat uns beim ersten Besuch 2015 sofort begeistert. 10 Jahre später ist die Stadt bei Touristen immer beliebter geworden, was sich nachmittags und abends zeigt, wenn es hier voll wird. Daher empfehle ich, die Stadt am Morgen zu erkunden. Unseren Rundgang starten wir am Mandraki Hafen. Hier finden wir auch heute noch kleine, bunte Fischerboote, aber auch viele Ausflugsboote und private Yachten.

Kastro Neratzia – Kastell von Kos

Am nördlichen Rand der Stadt, direkt an der Einfahrt zum Mandraki Hafen, findet wir das Kastro Neratzia. Der einzige Zugang führt über eine alte Steinbrücke, heute überquert man eine palmengesäumte Straße, früher war sie Teil der Verteidigung und führt über einen Wassergraben. Der innere Kern des Kastells stammt aus dem 14. Jahrhundert, der äußere Ring wurde im 15. Jahrhundert ergänzt

– der Eingang zum Kastro neratzia, schön im grünen gelegen –

Bei einem Rundgang finden wir zahlreiche Funde vergangener Zeiten: antike Baufragmente, Säulenstümpfe, Gräber und Altäre. Zudem sind mehrere Wappen von Großmeistern zu erkennen. Wehrgänge, Innenhöfe und Türme sind begehbar und überraschen uns immer wieder mit Ausblicken auf den Hafen, das Meer und die Stadt.

– im Inneren des Kastell Neratzia auf Kos –

Platane des Hippokrates

Direkt gegenüber dem Eingang des Kastells finden wir die Platane des Hippokrates. Der Legende nach soll Hippokrates unter dieser Platane gelehrt haben. Es wird gesagt, dass er seine Schüler hier versammelte, um ihnen medizinisches Wissen zu vermitteln.

– unter dieser Platane lehrte bereits Hippokrates –

Eleftherias-Platz

Jetzt begeben wir uns ins Stadtzentrum von Kos. Am Eleftherias-Platz und in den kleinen Gassen rundherum finde sich zahlreiche Bars und Tavernen die sich ideal für eine kleine Pause anbieten.

Der Eleftherias-Platz (Platz der Freiheit) ist ein lebhafter Ort, welcher als zentraler Treffpunkt dient. Umgeben von Cafés, Tavernen und Geschäften, strahlt der Platz eine einladende Atmosphäre aus. Hier befinden sich die Agora – die antike Markthalle von Kos, die Defterdar Moschee und das Stadttor.

In der Agora befand sich früher der Gemüsemarkt von Kos; heute werden an diesem Ort Produkte wie Gewürze, Honig, Olivenprodukte, Naturschwämme und Souvenirs angeboten.

– Agora, die Markthalle in Kos Stadt –

Die Defterdar-Moschee stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie wurde seit längerer Zeit nicht mehr als Gebetshaus genutzt und wurde 2017 bei einem Erdbeben erheblich beschädigt.

– die Defterdar-Moschee vor dem Erdbeben –

Direkt neben dem Eleftherias-Platz befindet sich das Stadttor, das früher von einer prächtigen Bougainvillea umgeben war. Bei dem Erdbeben im Jahr 2017 erlitt das Stadttor erhebliche Schäden und die Bougainvillea musste entfernt werden (Stand: 2017).

– das Stadttor vor dem Erdbeben –

Westliches Ausgrabungsgebiet

Durch das Gebiet führen uns zwei alte Straßen, Cardo und Decumana, deren Pflaster heute noch sehr gut erkennbar sind. Wir starten unsere Tour durch das Ausgrabungsgebiet im nördlichen Teil, wo wir direkt ein großes Mosaik aus römischer Zeit entdecken.

– Mosaik: Das Urteil des Paris –

Wenn wir der alten Straße weiter folgen, erreichen wir den Platz, an dem in der Antike das Gymnasium stand. Dies diente als Sportanlage mit einer überdachten Laufbahn, so dass die Athleten auch im Winter und bei Regen trainieren konnten. Die Anlage wird in das zweite Jahrhundert vor Christus datiert, damals standen hier 80 Säulen.

– die Säulenhalle des damaligen Gymnasion aus hellenistischer Zeit –

Direkt neben der Laufbahn liegen die Überreste der Therme aus der römischen Zeit, mittlerweile ist nur noch ein bogenförmiges Gewölbe zu sehen.

Wir setzen unseren Weg zum Nymphäon fort, einem römischen Gebäude aus dem dritten Jahrhundert vor Christus, welches öffentliche Bäder beherbergte. Der Innenhof ist an drei Seiten von Säulen umgeben, im Inneren entdeckt man ein Mosaik auf dem Boden.

– das Nympaion auf Kos –

Odeon

Direkt gegenüber der Ausgrabungsstätte finden wir das Odeon, dieses stammt aus dem 2. Jahrhundert nach Christus. Die Marmorränge sind gut erhalten, und im oberen Bereich schließen sich einfache Steinstufen an, die einst für die weniger wohlhabenden Zuschauer vorgesehen waren.

– das Odeon auf Kos –

Strand in Lambi

Nachdem wir die Stadt ausgiebig erkundet haben, ist es nun Zeit, uns am Strand zu entspannen. Ein Stück hinter dem Mandraki Hafen beginnt der Stadtstrand. Hier ist es noch recht trubelig und in der Hauptsaison stehen hier fast überall Strandliegen. Wenn man den Strand ein wenig weiter entlang geht, erreicht man den Lambi Strand und den gleichnamigen Stadtteil. Dort ist es bereits ruhiger und man findet viel Platz, um es sich mit seinem Handtuch im Sand gemütlich zu machen. An den verschiedenen Strandbars stehen zudem Liegen zur Verfügung.

– ein entspannter Tag an der Omilos Beach Bar in Lambi –

Der Strand ist super zum Schnorcheln, besonders der Bereich zwischen der Mylos Beach Bar und dem Atlantis Hotel. Über das Meer hinweg sieht man die Halbinsel Bodrum in der Türkei. Die engste Stelle zwischen Bodrum und Kos ist weniger als 5 km breit.

An manchen Stellen am Strand ist es so ruhig und angenehm, dass sogar die Einheimischen für ihren täglichen Strandausflug herkommen. Typisch griechisch, sind sie mit einem kleinen Hocker, einem Handtuch und einer Flasche Wasser unterwegs – und schon geht’s ab ins Meer. Es ist bewundernswert, mit welcher Leidenschaft sie aufs Wasser blicken. Das zeigt uns immer wieder, dass man sich einfach nicht daran sattsehen kann.

Sonst ist der Stadtteil ziemlich touristisch, mit Apartments, Hotels, Tavernen und Einkaufsmöglichkeiten. Je nach Jahreszeit bietet sich die Gelegenheit, die schönen Sonnenuntergänge zu beobachten, diese sind hier wirklich unvergesslich.

– Abendstimmung auf Kos –

Asklepieon

Das Asklepion wurde auf mehreren Terrassen angelegt, die durch imposante Marmortreppen miteinander verbunden sind. In der ersten Etage befanden sich die Zimmer für die Patienten sowie Bereiche für den Lehrbetrieb, die aus dem ersten Jahrhundert nach Christus stammen. Die mittlere Etage, die auf das vierte Jahrhundert vor Christus datiert wird, diente der Durchführung medizinischer Behandlungen. In der dritten und obersten Etage stand in der Mitte der Tempel des Asklepios, von dem jedoch nur noch Überreste erhalten sind.

– Blick auf die erste Etage und die Säulen des Apollontemepls –

Zia

Zia ist ein kleines Bergdorf, mit Kopfsteinpflaster, weißen Häusern und Bougainvillea – ein echtes Postkartenmotiv. Auf etwa 300 – 400 m Höhe am Dikeos Gebirge gelegen, lockt Zia mit seinem perfekten Sonnenuntergang – mit Blick übers Ägäische Meer. In den kleinen Gassen findet man viele Läden für Schmuck, Kunsthandwerk und Souvenirs. In und um Zia findet man noch einige orthodoxe Kirchen.

– das Bergdorf Zia auf Kos –

Löwenbrunnen von Pyli

Mitten im Dorf von Pyli sprudelt seit 1592 ein Brunnen, der noch heute die Einwohner mit frischen Quellwasser versorgt. Da Wasser läuft aus sechs Löwenköpfen heraus. Der Sage zufolge heißt es: Trinkt eine Frau aus dem Brunnen und umrundet ihn mehrmals, so wird sie mit vielen Kindern gesegnet – ein hoffnungsfroher Brauch voller Aberglaube.

– der Löwenkopfbrunnen auf Kos –

Wanderung vom Naturschutzgebiet in die Berge (2019)

Startpunkt: Psalidi Strand

Wir beginnen unsere Tour am Psalidi Strand und machen uns auf den Weg zum Biotop Psalidi Wetland, einem Naturschutzgebiet. Das Biotop erstreckt sich über eine Fläche von etwa 100 Hektar. In den Wintermonaten füllt sich die Wasserstelle, je weiter das Jahr fortschreitet, desto trockener wird das Gebiet. In der kühleren Jahreszeit bietet das Biotop Reihern und Flamingos ein Zuhause. Hier können sie entweder eine Pause auf ihrem Weg in den Süden einlegen oder einige Zeit überwintern. Auch wenn das Biotop im Sommer komplett austrocknet und sich die Zugvögel in nördlicheren Gebieten aufhalten, ist ein Besuch trotzdem lohnenswert. Ein angelegter Pfad führt durch das Gebiet und bietet dank der zahlreichen Kiefern und Eukalyptusbäumen wohltuenden Schatten.

– Biotop Psalidi Wetland, im Sommer fast ausgetrocknet –

Wir durchqueren das Biotop, erreichen ein kleines Tor und kommen neben einem Hotel heraus. Hier folgen wir dem Weg bis zur Hauptstraße, leider müssen wir auf dieser ein Stück weitergehen, bevor wir rechts in die Berge abbiegen. Während wir bergauf wandern, eröffnet sich hinter jeder Kurve ein noch schönerer Blick auf die Küste von Kos.

Die Wanderung mag zwar nicht super aufregend sein, aber die tollen Ausblicke und die ruhige Umgebung sind eine schöne Abwechslung zum Sightseeing und entspannen am Strand. Auf unserem Weg begegnen wir immer wieder einzelnen Ziegen und sehen zahlreiche Bienenkästen. Mit etwas Glück können wir sogar Imker bei ihrer Arbeit beobachten.

– der typische Pausenort für Ziegen –

Wir setzen unseren trockenen und steinigen Weg fort, bis wir zu einer typisch blauweißen Kapelle kommen. Das ist der ideale Ort, um eine kleine Pause zu machen. Leider ist die Kapelle eingezäunt und das Tor bleibt für uns verschlossen, aber die Ziegen finden ihren Weg hinein, sie scheinen sich im Schatten der Kapelle wohlzuführen.

Wir haben es während der Pause schon geahnt und leider stimmt es. Direkt hinter der Kapelle endet der Weg, da er von einem privaten Grundstück unterbrochen wird und komplett eingezäunt ist. Jetzt haben wir nicht viele Optionen: entweder den gleichen Weg zurückgehen, einen anderen Pfad etwas tiefer ausprobieren oder einfach den kleinen Wegen folgen und mal schauen wo uns diese hinführen. Wir haben uns für die kleinen Wege entschieden und sind am Ende wieder auf dem Weg gelandet, den wir zuvor hochgegangen sind.

Trotzdem war es eine schöne Tour. Wir waren abseits der Menschenmassen unterwegs und konnten die absolute Ruhe genießen.


Tavernen und Unterkünfte

Kos Stadt, Coco Beach Club

Herzlicher Empfang und sehr guter Service. Man sitzt etwas abseits der Straße, daher auch Recht ruhig gelegen. Das Essen wird frisch zubereitet und schmeckt sehr gut (Stand: 2024)

Kos Stadt, Alexandros

Eine traditionelle Taverne mit sehr guten Speisen. Man fühlt sich vom ersten Moment an willkommen (Stand: 2024).

Kos Stadt, Bright & Comfy Apartments near the beach

Das Apartment liegt in unmittelbarer Nähe zum Meer, zahlreiche Tavernen sowie Strandbars sind ebenfalls schnell erreichbar. Die Gastgeberin legt großen Wert auf das Wohlbefinden ihrer Gäste. Die Stadt Kos ist in etwa 15 Minuten zu Fuß erreichbar (Stand: 2024).

Lambi, Atlantis Hotel

Die Hotelanlage umfasst mehrere Wohngebäude, die über die Gartenanlage verteilt sind und liegt direkt am Meer. Das Personal ist sehr freundlich. Bis zur Stadt Kos sind es etwas über 2 km, eine Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Hotel (Stand: 2017).

– Nebengebäude im Atlantis Hotel auf Kos –

weitere Ziele

Mastichari – kleiner Ferienort mit entspanntem Inselcharakter.

Kefalos – eine Halbinsel mit vielen Stränden und tollen Weitblicken.


Kos Stadt bietet Geschichte, eine schöne Hafenpromenade, leckeres Essen und Strände – perfekt für entspannte Entdeckungstouren. Viel Spaß beim Erkunden der Inselhauptstadt!

Tina

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