Inselhopping: Kos – Kalymnos – Lipsi

zwei kleine Boote vor der Küste von Kalymnos.

Inselhopping klingt für viele nach „jeden Tag weiter, immer viel sehen“. Für uns war es genau andersrum: wir planen nur drei Inseln, dafür mit Zeit. Wir wollten Kalymnos und Lipsi wirklich in Ruhe erkunden.

Überblick Inselhopping 2026

Insgesamt hatten wir drei Wochen, mit Start auf Kos in Mastichari, danach Kalymnos, dann Lipsi und am Ende zurück noch Mastichari. Damit ging der größte Teil der Reise auf Kalymnos und Lipsi über und genau das war Absicht. So hatten wir genug Zeit, nicht nur über die Insel zu hasten, sondern wirklich anzukommen.

Anreise Kos
Tage 1 – 2Aufenthalt Mastichari
Tag 3Anreise Kalymnos
Tage 4 – 11Aufenthalt Kalymnos
Tag 12Anreise Lipsi
Tage 12 – 17Aufenthalt Lipsi
Tag 18Anreise Mastichari
Tag 19 – 20Aufenthalt Mastichari
Tag 21Heimflug

Für wen drei Inseln zu wenig sein, dem empfehle ich als vierte Insel Leros. Sie liegt direkt zwischen Kalymnos und Lipsi und lässt sich dadurch besonders gut in die Route einbauen.

Kos, Mastichari

An unserem Anreisetag und dem ersten Tag in Mastichari hat uns das Wetter leider so gar nicht verwöhnt. Es war meist bewölkt immer wieder gab es vereinzelt Regen und dazu kam diese drückende Schwüle, die sich anfühlte wie ein schlechter Start in den Urlaub. Eine richtige Meeresbrise, die uns sonst sofort durchatmen lässt, suchten wir vergebens.

Stadt den Tag frustriert am Strand zu verbringen, haben wir uns kurzerhand für einen kleinen Spaziergang entschieden – zur Basilika Agios Ioannis. Schließlich ist es auch schon ein paar Jahre her, dass wir hier waren. So haben wir die Zeit wenigstens sinnvoll genutzt und sind mit einem besseren Gefühl weiter in den Urlaub gestartet.

Und was soll ich sagen? Am späten Mittag wurde das Wetter dann noch richtig schön. Also haben wir immerhin noch einmal ins Wasser springen können und konnten danach auch noch entspannt im Sand liegen.

Der zweite Tag war dann genau richtig für Erholung: das Wetter war perfekt. Einfach am Strand bleiben, treiben lassen, lesen, schwimmen und entspannen.

Die Abende haben wir in unseren Lieblingstavernen ausklingen lassen. Mastichari ist für uns „wie nach Hause kommen“. Und trotzdem: im Hintergrund lief die Vorfreude schon auf das nächste Ziel – Kalymnos, die Insel der Schwammtaucher.

Am nächsten Tag ging es weiter. Die Fähre legte in Mastichari um 13:30 Uhr ab, Umzugstage gehören zum Inselhopping halt dazu. Kein riesiger Tagesplan, sondern ein Übergangstag, der trotzdem besonders ist. Mastichari wurde von Moment zu Moment kleiner, bis irgendwann ein Punkt erreicht war, an dem Kalymnos plötzlich näher rückte – fast greifbar. Und nun beginnt wohl der nächste Part unserer Reise: Kalymnos wartet nur darauf, erkundet zu werden.

Kalymnos

Nach einer knappen halben Stunde Fährfahrt ging es direkt weiter, ein kurzer Fußweg, dann waren wir schon in unserem neuen temporären zu Hause. Wir wohnten in einer kleinen Gasse, umgeben von Einheimischen.

Kalymnos hat bei uns ganz schnell Favoriten produziert. Am Strand von Emporio merkt man gar nicht, wie schnell die Zeit verstreicht. Im klaren Wasser schwimmen, am Strand relaxen und den schönen Ausblick genießen. Der Aufstieg zum Kloster des Weißen Kreuzes in Panormos ist ein Weg, der sich lohnt. Das in den Felsen gebaute Kloster ist wunderschön und bietet einen grandiosen Blick auf die Bucht von Kantouni und die Berge vom Kalymnos.

Kalymnos war für uns angenehm trubelig: genug Leben, genügend Ausflüge, aber nicht zu viele dass es anstrengend wird. Genauso wollten wir die Insel kennenlernen.

Lipsi

Dann der nächste Sprung: am 12. Tag ging es auf die kleine Insel Lipsi. Und was soll ich sagen? Lipsi war für uns das krasse Gegenteil von Kalymnos. Kalymnos ist angenehm trubelig – auf Lipsi stehen die Uhren gefühlt wirklich still. Die Insel der Ruhe und der Entschleunigung. Fünf Tage klingt nach genug Zeit, um die kleine Insel komplett zu entdecken. Aber wie so oft – es kommt anders.

Das Highlight unserer Ausflüge war für uns die Tour zum Strand von Kimissi. Es ist zwar ein kleines Stück zu gehen, aber der Weg lohnt sich. Erst geht es über steinige Abschnitte zu dem Kloster Pano Kimissi, danach führt ein extra angelegter Weg hinunter zum Strand. Mehrere Stunden waren wir dort und hatten den Strand für uns – absolute Ruhe inklusive. Das Wasser ist hier einfach traumhaft zum Schwimmen und Schnorcheln.

Wir haben unsere letzten beiden Tage am Strand in der Nähe des Hafens verbracht – einfach nur relaxed, gelesen und geschwommen. Kein „wir müssen noch“, keine To-Dos, kein Druck. Einfach fantastisch. Der Vorteil: wir haben uns so einen kleinen Bonus eingebaut – wir müssen noch ein weiteres Mal nach Lipsi, schließlich gibt es noch ein paar Ecken zu erkunden.

Ende des Inselhopping in Mastichari

Zum Ende ging es mit der Fähre über Kalymnos zurück nach Mastichari. Und nun kommt dieses Gefühl, dass man versucht zu ignorieren – die Reise ist bald zu Ende.

Wir verbrachten hier noch zwei letzte, entspannte Tage. Ein letztes Mal packten wir unseren Koffer für diesen Urlaub – dann geht es zurück nach Hause, jetzt ist der Urlaub wirklich vorbei.

Fazit Inselhopping

Unser Inselhopping war für uns genau die richtige Mischung aus Ausflügen, Ruhe und Insel wechseln. Statt jeden Tag neue Inseln zu erkunden, haben wir bewusst nur drei gewählt. Denn drei Inseln sind ideal, um genug Eindrücke mitzunehmen, ohne dass man das Gefühl hat ständig unterwegs zu sein – die Menge an neuen Eindrücken ist nämlich so schon überwältigend. Am Ende nehmen wir nicht nur schöne Erinnerungen mit, sondern vor allem das Gefühl, uns wirklich erholt zu haben.

Wenn ihr Inselhopping plant, gebt euch nicht nur Ausflüge, sondern auch echte Zeit zum Ankommen und erholen – nehmt euch eine Insel als Erholungskonzept und Auszeit mit. Viel Spaß bei eurer Planung.

Tina

Tina

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