Kalymnos – die Insel der Schwammtaucher

– Pothia auf Kalymnos –

Kalymnos hat uns eine Woche lang überrascht: es ist mehr als nur ein Mekka für Kletterer – eine Insel mit rauer Schönheit, kleinen und größeren Buchten und guten Tavernen. Auch Wanderer kommen mit der italian road, ein Wanderweg welcher von Pothia nach Vathi führt, auf ihre Kosten.

Wir wohnten in einer kleinen Gasse oberhalb des Hafens von Pothia, über uns gab es noch eine Ferienwohnung, ansonsten lebten wir unter den Einheimischen.

Eckdaten Kalymnos

Kalymnos gehört zu den Inseln der Dodekanes und liegt zwischen Kos und Leros. Dank ihrer Lage zwischen den Inseln eignet sie sich besonders gut für Inselhopping. Als Richtwert empfehle ich eine Aufenthaltsdauer von etwa 4 bis 7 Tagen. So habt ihr genug Zeit, die Insel in Ruhe zu erkunden. Wie lange ihr bleibt, sollte dabei vor allem davon abhängig sein, wie ihr euch auf Kalymnos fortbewegen möchtet.

Anreise nach Kalymnos

Wir sind über Kos angekommen, vom Hafen in Mastichari verkehrt mehrmals täglich das Schnellboot von Lafasi, die Überfahrt dauert etwa eine halbe Stunde und kostet 10 € (Stand: 2026). Alternativ lässt sich Kalymnos gut über die größeren Inseln erreichen, etwa Samos oder Rhodos und natürlich auch von Kos Stadt – da regelmäßige Fährverbindungen die Inseln miteinander vernetzen und so verschiedene Anreise – und Inselhopping Optionen ermöglichen. Außerdem gibt es auf Kalymnos einen nationalen Flughafen mit Inlandsflügen (u. a. nach Athen).

Fortbewegung

Ein Mietwagen bietet vor allem Freiheit. Bei wenigen Tagen auf Kalymnos, ist er besonders geeignet, um mehrere Ziele an einem Tag anzufahren. Die Straßen sind überwiegend gut ausgebaut, gleichzeitig sind sie teilweise eng und sehr kurvig.

Wir haben bewusst auf einen Mietwagen verzichtet, denn wir konnten die Parkplatzsituation in der Hauptstadt nicht einschätzen, zum Glück ist das Busnetz unkompliziert und deckt viele Orte ab. Während unseres Aufenthalts konnten wir feststellen, dass man im Hafenbereich des Fähranlegers genügend Parkplätze finden kann, jedoch wird es an griechischen Feiertagen auch hier sehr voll.

Das Busnetz verbindet große Teile der Insel und stellt eine praktische Alternative dar. Wer ausreichend Zeit hat, kann auch mit dem Bus fast die ganze Insel erkunden. Zusätzlich punktet der Ticketpreis, diese sind sehr preiswert, von 50 Cent bis maximal 3 € (Stand: 2026). Der Ticketverkauf erfolgt beim Fahrer.

Pothia – die Inselhauptstadt

An unserem ersten Tag haben wir die heutige Inselhauptstadt Pothia erkundet. Bereits von der Fähre aus sind uns die bunten Kapitänshäuser aufgefallen, die wie ein Amphitheater um den Hafen herum gebaut wurden. Mit Blick auf den Hafen und das Meer gerichtet, wartete man früher hier gespannt auf die Rückkehr der Fischer und der Schwammtaucher. Im Hintergrund zeichnen sich die kargen Felsen der Insel ab, hoch oben auf einem dieser Felsen thront das Kloster Agios Savvas.

Kathedrale Agios Nikolaos

Schon vom Meer aus sieht man die Kirche Agios Nikolaos mit ihren blauen Kuppeln. Sie wurde zwischen 1860 und 1875 erbaut. Die dreischiffige Basilika liegt unweit des Hafens und ist definitiv ein Besuch wert. Geweiht ist sie dem heiligen Nikolaos, dem Schutzpatron der Seeleute.

– die Kirche Agios Nikolaos in Pothia –

Schwammtauchen

Kalymnos ist eng mit dem Schwammtauchen verbunden, Pothia bildet das Zentrum dieser Tradition. Im Schwammmuseum erfahren wir vieles über das harte Leben der Taucher, von Techniken und vom Handel, der die Insel einst wohlhabend machte. Damals war das Tauchen extrem gefährlich es gab kaum Ausrüstung und die Taucher wurden an schweren Gewichten ins Wasser gelassen um schnell an Tiefe zu gewinnen. Heute gibt es nur noch wenige Schwammtaucher, viele meiden das Risiko.

Naturschwämme wachsen am Meeresgrund, bevorzugt in warmen, klaren Gewässern. Sie werden traditionell von Tauchern geerntet, die sie schonend abschälen, damit sie nachwachsen können. Gute Naturschwämme zeichnen sich durch eine hohe Saugfähigkeit, Langlebigkeit – sofern richtig gepflegt – und durch eine antibakterielle und hautfreundliche Eigenschaft aus. Heute finden sich auf Kalymnos Museen, Werkstätten und Läden, die Naturschwämme verarbeiten und verkaufen. Sie sind Teil von Kultur, Wirtschaft und Handwerk und wahrscheinlich eins der häufigsten Souvenirs von Kalymnos.

Entlang der Hafenpromenade lässt es sich gemütlich schlendern – ideal für eine Pause in einer der vielen Tavernen oder Bars. Weiter geht es durch die verwinkelten Gassen der Altstadt, hier finden wir viele alte Häuser und kleine Läden, welche regionale Produkte anbieten – ideal zum Stöbern.

Baden in Pothia

Die Inselhauptstadt hat vielleicht keinen Postkartenstrand, trotzdem muss man nicht auf ein erfrischendes Bad verzichten. Unterhalb des Hafens liegt der kleine Strandabschnitt Kasonia, dessen Ufer aus Kies und Erde besteht – Badeschuhe sind empfehlenswert. Sitzgelegenheiten gibt es kaum, dafür Spenden einige Bäume Schatten und eine Bar bietet eine gemütliche Alternative. Auch wenn der Untergrund nicht der schönste ist, macht das saubere, klare Wasser den Abschnitt zu einer willkommenen Abkühlung.

– bei Einheimischen beliebt, der Stadtstrand in Pothia –

Chorio – das frühere Zentrum von Kalymnos

Für uns war der Sonntag einfach der ideale Tag, da die Busse nicht ganz so regelmäßig fahren. Chorio bietet sich perfekt an, da man ganz bequem zurück nach Pothia laufen – entspannt, ohne Stress und mit einem schönen Gefühl von Freiheit.

Wir sind um 10:30 Uhr mit dem Bus losgefahren. Das passte wirklich perfekt, so waren wir noch vor der Mittagszeit unterwegs und hatten für den Nachmittag genug Spielraum. Das Beste daran? Am Stadtstrand konnten wir später noch einmal ins Wasser springen – wie ein kleines Extra, das den Tag einfach abrundet.

– Blick von Chorio über Pothia bis zur Insel Kos –

Chorio ist die älteste Siedlung und einstige Hauptstadt der Insel. Sie liegt im Inneren von Kalymnos, leicht erhöht und rund 3 km vom Hafen in Pothia entfernt. Heute sind Pothia und Chorio fest miteinander verschmolzen.

Festung Chrysocheria

Wir haben uns für die Erkundung der Mühlen und der Festung Chrysocheria, auch Pera Kastro – die Festung auf der anderen Seite entschieden. Sie wurde von den Johannitern errichtet, um sich gegen türkische Invasionen zu schützen. Später wurde sie wegen ihrer geringen Größe aufgegeben. In der Ruine steht noch eine byzantinische Kapelle, die bereits vor der Burg existierte.

Von der Festung aus haben wir einen Blick auf die Burg Chora – das frühere Zentrum von Chorio. Die Anlage ist seit 1812 verlassen, heute findet man dort noch viele kleine gut erhaltene Kapellen. Wir haben uns heute von den etwas mehr als 200 Stufen abschrecken lassen. Bei unserem nächsten Besuch auf Kalymnos gibt es aber keine Ausrede mehr.

Die Mühlen von Chorio

Auf dem Weg zur Festung kommt man an drei Windmühlen aus dem 16. Jahrhundert vorbei. Sie wurden aufwändig restauriert und können seit 2025 wieder erkundet werden. Nun sind die Mühlen über einen gepflasterten Weg, auf unterschiedlichen Ebenen, miteinander verbunden. Es gibt einen kleinen Schleichweg zwischen den Mühlen und der Festung.

Kantouni – Kloster des weißen Kreuzes

Als ich anfing, mich mit Kalymnos für unseren Urlaub auseinanderzusetzen, war dieses Ziel eines der Dinge, bei denen ich sofort dachte: „Wow, hier möchte ich unbedingt hin, egal was kommt.“

Das Kloster des weißen Kreuzes, Moni Stavrou, liegt in Panormos, hoch über der Bucht von Kantouni. Damit wir die Mittagshitze beim Auf- und Abstieg möglichst vermeiden, haben wir uns bereits um 8:40 Uhr in Pothia auf den Weg gemacht.

Vom Strand aus geht es links an der Kirche Agios Athanasios vorbei. Kurz darauf beginnt der Ziegenpfad, der uns in Hang hoch zum Kloster führt. Schritt für Schritt, Serpentine für Serpentine, schlängelt sich der Weg nach oben – und jeder Meter lohnt sich. Die Aussicht wird immer spektakulärer, je höher wir kommen. Auch das Kloster selbst hat unsere Erwartungen nicht enttäuscht. Fertiggestellt im Jahr 1906, direkt am Felshang gebaut und sogar mit einer Kapelle, die in den Felsen hineingebaut ist. Es wirkt dadurch nicht nur besonders, sondern fast ein bisschen unwirklich – ruhig, still und irgendwie magisch.

Pro Strecke haben wir ungefähr eine halbe Stunde gebraucht, wobei wir sehr gemütlich unterwegs waren. Und danach gab es für uns kaum etwas schöneres, als es uns unten am Strand bequem zu machen, die Abkühlung im Meer zu genießen und den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Massouri – der Badespot

Massouri ist ein sehr touristischer Ort und bietet im Grunde alles, was man für ein typisches Urlaubszentrum braucht. Unterkünfte, Bars und Restaurants, Shops und natürlich einen guten Strand. Ende Mai ist es jetzt zwar noch nicht überlaufen, aber man kann schon gut erahnen, wie es hier im Sommer aussieht. Hier kommen nicht nur Badegäste auf ihre Kosten. Auch Kletterer sind hier unterwegs, denn die Klippen hinter Massouri zählen zu den beliebtesten Spots.

Wir sind mit dem Bus angekommen und sind etwas oberhalb des Ortes ausgestiegen, dies kann ich wirklich jedem empfehlen. So konnten wir noch einen kleinen Abstecher zur Kapelle Agios Ioannis machen. Der Weg dorthin führt über einen schönen angelegten Weg, welcher einen anschließend bis in den Ort bringt. Oben wartet ein toller Ausblick auf Massouri und auf Telendos.

Der Strand selbst ist ganz unterschiedlich, je nach Abschnitt ist er mehr sandig, sandig mit Kies oder eher steinig. Außerdem bieten einige Bars liegen kostenlos an, wenn man etwas bestellt. Für uns hat das Baden hier wirklich Spaß gemacht, auf der einen Seite sieht man Telendos, auf der anderen Seite blicken wir auf die schroffen Felsen von Kalymnos und das Wasser ist super klar.

– am Strand von Massouri –

Telendos – einst mit Kalymnos verbunden

Heute verlassen wir Kalymnos für einen kleinen Tagesausflug, unser Ziel ist das ruhige Telendos. Um 11:30 Uhr nehmen wir den Bus nach Mirties, von dort setzen die kleinen Boote über. Der Bus hält oberhalb des Ortes, deshalb plant einen Fußweg von etwa 10 bis 15 Minuten ein.

Die Boote legen nicht am Hafen von Mirties ab, sondern an einem kleinen Anleger etwas dahinter. Sie fahren alle 30 Minuten und die Überfahrt kostet 3 € (Stand: 2026). Ende Mai, als wir unterwegs waren, war die Saison noch ruhig und Hinweisschilder suchten wir vergeblich – wenn eines der Boote etwas voller aussieht, ist dies meist das nächste Richtung Telendos, sonst kurz nachfragen. Die Überfahrt dauerte keine 15 Minuten.

Auf Telendos angekommen empfängt einen eine kleine Hafenpromenade mit Cafés und Tavernen. Wir haben uns zuerst für einen Rundgang über einen Teil der Insel entschieden und die Promenade für später aufgehoben – so bleibt genügend Zeit, gemütlich zu schlendern, Ausblicke zu genießen und eine entspannte Zeit am Strand zu verbringen.

Wir folgen dem Wegweiser Richtung „beach“ und kommen durch kleine Gassen mit bunten Blumen und kleinen schönen Häusern, bis wir zur Inselkirche gelangen. Eine kurze, gute Pause – der Ort strahlt Ruhe aus und zugegeben in der Kirche war es angenehm kühl, schließlich haben wir einen der ersten warmen Tage mit über 30 °C erwischt.

Chocholakas (Hoholakas) Strand

Weiter führt uns der Weg über Erd- und Schotterwege, beim Anstieg haben wir immer wieder schöne Ausblicke. Der Weg führt uns zum Chocholakas Strand, oft auch Hoholakas geschrieben, einen dunklen Kiesstrand vor den schroffen Felsen von Telendos – vom Wasser aus muss das sicher spektakulär aussehen. Wir ziehen jedoch erstmal weiter.

Kapelle Agios Georgios

– Telendos, Agios Georgios –

Der unbefestigte Weg führt zur kleinen Kapelle Agios Georgios. Der Glockenturm steht oben auf dem Berg, über Stufen steigt man hinab zur blau-weißen Kapelle, die direkt am Felsen gebaut ist. Innen ist sie schlicht, mit vielen Ikonen, einem kleinen Öllicht und natürlich Gedenkkerzen – ein Ort, der zum Innehalten einlädt.

Sandbucht Pnigmenos

– Strand Pnigmenos auf Telendos, mit Blick bis Kalymnos –

Nach einer kurzen Pause steigen wir die Stufen wieder hinauf und es geht zu der Sandbucht Pnigmenos. Eine traumhafte Bucht, leider spendet nur ein einziger Baum Schatten – zum Glück hatten wir unsere kleinen Knirpse dabei, so dass wenigstens der Kopf im Schatten lag. Vorne im Wasser gibt es viele Steine (Badeschuhe lohnen sich), denn noch ist der Ort magisch zum Schwimmen und Schnorcheln. Blickt man zurück zum Strand, sieht man hinter ihm die schroffen Berge von Kalymnos, so dass beide Inseln wie eine zusammenhängende Landschaft wirken. Tatsächlich war dies Mal so. Telendos soll früher ein Teil von Kalymnos gewesen sein, ein Erdbeben 554 n. Chr. trennte beides. Heute ist es hier herrlich ruhig – wir blieben ein paar Stunden und waren meist nie mehr als sechs Personen gleichzeitig.

Schweren Herzens brechen wir auf. Statt zur Kapelle zurückzulaufen, folgen wir dieses Mal dem Weg geradeaus, der uns immer wieder unter Pinien zurück ins Dorf führt. Zum Abschied schlendern wir noch über die Hafenpromenade und nehmen kurz darauf eines der kleinen Boote zurück nach Kalymnos.

Mein Fazit über Telendos

Würde ich noch einmal nach Telendos fahren? Ohne zu zögern: Ja. Tatsächlich sind wir später im Urlaub noch einmal hinübergefahren – es war einfach ein entspannter Tag, der unerwartet Wiederholungsbedarf weckte. Auf der Rückfahrt erinnerte ich mich an ein Pärchen mit Koffern, dass morgens mit uns im Boot war, ich dachte mir, sie machen das genau richtig: einfach auf Telendos bleiben. Vielleicht beim nächsten Mal.

Zurück in Mirties hatten wir noch eine halbe Stunde bis zur Busabfahrt. Zum Glück hält der Bus jetzt im unteren Teil des Ortes, sodass wir nicht alles wieder hinaufsteigen mussten – ein willkommenes Ende für einen perfekten Tagesausflug.

– Tschüss Telendos, bis zum nächsten Mal –

Vathi – das Fischerdorf Rina

Heute steht ein kleiner Ausflug ganz ohne große Hektik auf dem Plan: wir erkunden den Ort Vathi und starten dabei erst am Nachmittag.

Schon der Beginn war eine kuriose Situation, wie man es auf Reisen manchmal eben hat. Der Busfahrer war pünktlich da, aber der Bus fehlte zunächst. Und ganz ehrlich – allein zu sehen, dass der Fahrer schon da ist gibt erstmal ein beruhigendes Gefühl. Dann weiß man zumindest, der Bus fällt nicht aus. Nach rund 20 Minuten Verspätung kam dann schließlich sein Kollege mit dem Bus und kurz darauf konnten wir losfahren.

– die Bucht von Rina auf Kalymnos –

Bei der knapp 25 Minuten langen Anfahrt hatte man immer wieder schöne Blicke auf das Meer und den grünen Teil von Kalymnos. Als wir im Vathi ankamen, war das Gefühl sofort klar: hier ist es ruhig, fast schon entschleunigend. Der Ortskern ist klein und überschaubar. Man findet ein paar Tavernen, kleine Hotels und Apartments und außerdem lässt sich einiges entdecken, darunter auch mehrere Kapellen.

Am meisten neugierig gemacht hat und sie langgezogen Bucht. Und wir wurden wirklich nicht enttäuscht. Sie wirkt fast wie ein Fjord und sieht mit dem kleinen Hafen einfach wunderschön aus. Besonders schön ist der Blick von der kleinen Kapelle Agios Georgios. Einen Strand im klassischen Sinne ist hier nicht zu finden. Dafür gibt es einen kleinen, abgesperrten Bereich in der Bucht zum Schwimmen.

Nachdem wir alles in Ruhe erkundet hatten, gönnten wir uns eine entspannte Zeit in einer der Tavernen. Von dort aus beobachteten wir das Treiben auf dem Dorfplatz und ließen einfach den Blick über die Bucht schweifen. Unterm Strich war das zwar ein recht unspektakulärer Ausflug – aber genau dadurch bleibt der so positiv in der Erinnerung. Mit viel Ruhe, schönen Ausblicken und jeder Menge kleiner Eindrücke, die man nicht vergisst.

Emporio – abgeschieden im Norden

Abgeschieden im Norden von Kalymnos finden wir das Dorf Emporio. Wer Ende Mai auf dem Bus angewiesen ist hat nicht allzu viel Auswahl. Früh am Morgen, um 8:40 Uhr, ging es in Pothia los. Wir hatten gelesen, dass es an dem Strandabschnitt auch Sonnenliegen geben soll – aber ganz ehrlich: da wir dieses Jahr so früh dran gewesen sind, haben wir uns nicht zu viele Hoffnungen gemacht.

– Kalymnos, Strand von Emporio –

Und genauso kam es auch. Als wir aus dem Bus stiegen (wir waren insgesamt sechs Personen), kam schnell die Bestätigung – definitiv noch zu früh für Strandliegen. Zwei unserer Mitreisenden zogen direkt los in Wanderkluft, die anderen beiden schauten kurz etwas verdutzt in die Gegend. Wir haben einfach das Beste daraus gemacht. Das Handtuch in den Sand gelegt, was soll ich sagen, es war herrlich bequem.

Völlig unerwartet fühlte es sich nicht wie ein „langer Tag“ an, obwohl der Bus erst gegen 18 Uhr zurück fährt. Der Strand ist eine Mischung aus Sand und Kies, mit einzelnen Bereichen, die richtig schön sandig sind. Das Wasser war wunderbar klar. Mit Blick auf die Bucht und auf die dahinter liegende Insel Kalavros haben wir uns einfach treiben lassen. Entspannt am Strand, immer wieder ins Meer springen und schon war Nachmittag.

Zum Abschluss sind wir noch zu der Kirche Agios Georgios gegangen. Von dort aus hat man einen richtig schönen Überblick über Emporio. Danach gab es noch einen Abstecher in eine Taverne und schon war der Tag auch hier wieder viel zu schnell vorbei.

– Dorfkirche in Emporio –

Den ganzen Tag über war es in Emporio sehr ruhig. Einzelne Leute kamen mit ihrem Mietwagen und waren genauso schnell wieder weg. In der Mittagszeit wurde es dann etwas voller und die Tavernen waren recht gut besucht, aber auch das legte sich relativ schnell wieder.

Tavernen und Unterkunft auf Kalymnos

Pothia, Τ’αποσπέρι Κάλυμνος

Die Taverne liegt in einer ruhigen Seitenstraße, hier lässt sich der Abend besonders entspannt genießen. Zu vielen Getränken werden direkt verschiedene Meze serviert und die Speisekarte lässt keine Wünsche offen.

Pothia, To Nostimo

Ein Gyros Imbiss mit superschnellem und freundlichem Service, das Essen ist immer richtig lecker. Ein paar Tische sind vorhanden, wer möchte, kann auch direkt hier essen.

Kantouni, Psiris Taverna

Eine Taverne direkt am Strand. Wir haben unser Essen in der Nachmittagszeit hier wirklich sehr genossen. Geschmacklich war alles hervorragend – und man hat dabei einen direkten Blick aufs Meer.

Massouri, Souel beach Bar

Eine Bar direkt am Strand – mit Bedienung, die auch zu den Strandliegen kommt. Die Küche ist richtig gut und das Personal ist freundlich.

Vathi, Marmita Restaurant

Auf der Karte findet man alles: von leckeren Vorspeisen übrr vegetarische Gerichte bis hin zu Fleisch-und Fischvarianten. Geschmacklich überzeugt alles und das zu wirklich fairen Preisen.

Emporio, Restaurant Artistico

Die Taverne befindet sich direkt am Strand und wird mit viel Liebe von einem Ehepaar betrieben. Das Essen ist durchweg hervorragend und die ganze Atmosphäre macht den Besuch zu einem richtig schönen Erlebnis.

Pothia, Ammoudara Apartment’s

Die Wohnung ist geräumig und bietet zwei Schlafzimmer, gelegen in einer Seitenstraße. Die Nachbarschaft besteht aus Einheimischen, was das ganze besonders angenehm und authentisch macht. Durch die ideale Lage eignet sich die Wohnung perfekt, um die Insel in Ruhe zu erkunden.

– Ammoudara Appartement’s in Pothia –

Mein Fazit über Kalymnos

Wir lernten einen Bruchteil von Pothia während der three-island-tour kennen. Als wir unser Inselhopping planten, war schnell klar, das eine dieser Inseln Kalymnos sein wird.

Kalymnos ist für uns eine Insel voller Kontraste. Der quirlige Hauptort Pothia zieht einen sofort in den Bann, während das ruhige Emporio zum Entspannen einlädt. Dazu kommt Strandflair in Massouri, wo man den Tag einfach gemütlich verbringen kann und schließlich das grüne Vathi, das mit Natur und Ruhe ein ganz besonderes Gefühl vermittelt. Egal, ab beim Erkunden der Insel, beim Genießen guter Küche oder bei kleinen Momenten abseits der Hauptwege: Kalymnos lässt sich richtig gut in seinem eigenen Tempo erleben. Insgesamt war es für uns ein rundherum gelungener Aufenthalt – abwechslungsreich, genussvoll und einfach sehr schön. Kalymnos – wir werden wiederkommen.

Viel Spaß beim Planen eures Aufenthalts auf Kalymnos. Genießt eure Zeit und sammelt viele schöne Eindrücke!

Tina

Die Nachbarinseln von Kalymnos

Kos – die Insel des Hippokrates
Leros – ein Juwel der Dodekanese


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